Ein schlechtes Gewissen an Weihnachten – muss das sein?

Feiertage sind zum geniessen da…

….das liebten schon unsere Vorfahren und soll heute nicht anders sein. Einen Unterschied gibt es aber: Damals war es Brauch und keine Sünde, die seltenen Festtage ohne schlechtes Gewissen zu geniessen.

Das schlechte Gewissen ist schlimmer für die Figur als es ein genussvolles Essen sein könnte! Ein schlechtes Gewissen macht Stress und Stress macht dick. Wenn wir gedanklich das leckere Weihnachtsmenü bereits auf unseren Hüften sehen, kann das auf unseren Stresspegel eine ähnliche Wirkung haben, wie das Zusammentreffen mit einer gefährlichen Horde Wildtiere. Es scheint eine grosse Gefahr im Anmarsch zu sein, nur kann unser Hirn nicht unterscheiden, ob es sich um eine reale oder eingebildete Gefahr handelt. Stresshormone fluten unser Blut mit Zucker und körpereigenen Fettsäuren. Diese Energie wird – wenn sie nicht unmittelbar in Bewegungsenergie umgesetzt wird – in unserem Fettgewebe rund um die Taille wieder eingelagert.

Wenn man sich das einmal vor Augen führt, müsste man eigentlich keine Angst mehr vor dem Weihnachtsschmaus haben – und wenn man sie doch hat – kann man, wie auf allen Kanälen geraten wird, die genossenen Kalorien subito mit sportlichen Aktivitäten wieder verbrennen.
Für die geschätzten 600 – 800 Kalorien für das Weihnachtsessen müssten Sie mindestens eine Stunde im flotten Tempo auf dem Homevelo strampeln und für das Dessert sicherheitshalber noch mindestens eine weitere Viertelstunde einplanen…

Wollen Sie das wirklich?

Für jedes angeblich zu viel gegessene Guetzli eine weitere Viertelstunde ums Haus springen? Puah, wir stellen uns das so richtig ungemütlich vor. Ach ja, da gibt es noch weitere Ratschläge: Anstelle eines selbstgemachtes Guetzli von der Grossmutter ein Rüebli essen, schmeckt ja auch süss oder gleich ganz auf den traditionellen Weihnachtsbraten verzichten?! Bei uns wäre dies die selbstgemachte Lasagne und das Tiramisu unserer Nonna das uns lieb und teuer ist, das wäre echt ein Jammer…

Was die diversen Ernährungs-Ratschläger übersehen ist, dass es sich beim gemeinsamen Essen keineswegs nur um pure Nährstoffaufnahme handelt. Ganz besonders nicht an den Weihnachtstagen, da werden nur wenige von uns ihre Figur neu transformieren wollen, da wird zusammen mit Familie und Freunden gefeiert… Es werden Kindheitserinnerungen wach, die mit bestimmten Gerüchen und Geschmäckern und ganz besonders mit traditionellen Familien-Rezepten verbunden sind. Nur wenn dieser ganz bestimmte eine Duft von Zimt, Kardamom usw. unseren Geruchssinn betört, ja dann – ist Weihnachten.

Ein Rüebli, mag es noch so süss sein, schafft das niemals… und das ausgewogene Ernährungsprogramm zwischen Neujahr und Weihnachten ist wirklungsvoller als der frustige Verzicht zwischen Weihnachten und Neujahr ;-).

In diesem Sinne geniessen Sie Ihr traditionelles Weihnachtsfest und schenken Sie sich bewusste Genussmomente im Kreise Ihrer Lieben.

Ein aktives, ereignisreiches Jahr geht zu Ende… Es ist eine gute Gelgenheit für vieles Danke zu sagen… Ein grosses Dankeschön geht auch an unsere Leserschaft. Die vielen Komplimente, die wir für unseren Blog und unseren Newsletter im Laufe des vergangenen Jahres erhalten haben, haben uns zusätzlich motiviert ‚dranezbliebe‘.

Weihnachtliche Grüsse

Katharina Fodor und Shirley Grelli