Rapsöl – das Superfood unter den Ölen!

Rapsöl ist gesund…

Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper diese nicht selber herstellen kann. Das Verhältnis zwischen der Omega-6-Linolsäure und der Omega-3-Alpha-Linolensäure muss für den menschlichen Körper stimmen – optimal ist ein Verhältnis von 5 zu 1. Beide Formen haben wichtige Funktionen im Körper, sie sind Gegenspieler, welche bestimmte biologische Prozesse im Gleichgewicht halten. Daher kann ein ungünstiges Verhältnis der beiden Fettsäuren entzündungsfördernd wirken. Wird zuviel Omega-6 haltiges Fett verzehrt, wird die Aktivität von Omega-3 automatisch blockiert, da beide Fettsäuren am gleichen Ort verarbeitet werden.

Unsere Ernährung ist geprägt durch einen Überschuss an Omega-6-Fettsäuren. Das liegt daran, dass der Konsum von Fertigprodukten und tierischen Lebensmitteln zu hoch ist. Omega-6-reiche Fette wie Sonnenblumenöl sind in fast allen Fertigprodukten zu finden sind.

Weniger hochwertige Öle und Margarine stehen bei Frau und Herr Schweizer auch noch viel zu oft auf dem Tisch. Omega-3-reiche Lebensmittel wie z. B. fette Meeresfische (Thunfisch, Hering, Lachs, Sardine, Makrele), Walnüsse, Leinöl sowie Öle aus Hanf, Walnüssen und Raps kommen dagegen seltener auf den Teller.

Alle Jahre wieder erfreuen wir uns an den sonnig gelben Rapsfeldern.

Mensch und Tier profitieren  vom Raps. Vor allem Bienen im Frühjahr und nach der Ernte schätzen die Kühe, das hochwertige Eiweissfuttermittel, das aus dem Rapspresskuchen stammt. Somit trägt der Raps auch zur Erhaltung von Fauna und Flora bei und hilft mit, die Biodiversität zu fördern.

Raps gibt es nicht als Wildform, er wurde durch eine zufällige Kreuzung von wildem Gemüsekohl und Rüben erschaffen. Raps wird seit dem 17 Jahrhundert in Mitteleuropa angebaut, ursprünglich zur Gewinnung von Lampenöl. Schritt für Schritt wurde das flüssige Gold an die steigenden Bedürfnisse der Menschheit angepasst. Dabei wurden die unerwünschten bitteren Substanzen wie die Erucasäure und Glucosinolate reduziert und die erwünschte  Öl- und Linolensäure erhöht.

Heute werden die hochwertigen Rapsöle degustiert, bewertet und prämiert und sind aufgrund ihres besonderen Eigengeschmacks vielerorts zu heimischen Spezialitäten geworden.

Rapsöl ein Alleskönner…

Rapsöl kann entweder durch Kaltpressung oder durch Heisspressung (Raffination) gewonnen werden.

Kalt gepresstes Rapsöl ist ideal für die kalte Küche und schmeckt leicht nussig. Es enthält einen grossen Anteil an Aroma- und Farbstoffen (sekundäre Pflanzenstoffe), schmeckt daher intensiver als das heissgepresste. Kaltgepresstes Öl ist nicht so lange haltbar, wie das raffinierte. Rapsöl sollte kühl und verschlossen aufbewahrt werden, einmal geöffnet sollte es innerhalb von 4 – 6 Wochen aufgebraucht werden. Sonnenlicht, Luft und Wärme lassen das Öl schneller ranzig werden und beschleunigen den Abbau von Vitamin E.

Das heiss gepresste Rapsöl durchläuft verschiedene Schritte des Raffinierens, um unerwünschte Inhaltsstoffe zu entfernen und das Öl so zu stabilisieren. Die Erhitzung deaktiviert verschiedene Enzyme und stoppt Abbauprozesse, daher ist es auch länger haltbar. Warm gepresster Rapsöl ist geschmacksneutral und ideal um die Eigenaromen der Gerichte zu hervorzuheben. Raffiniertes, also warm gepresster Rapsöl darf bis auf 160 Grad erwärmt werden.

Für das Braten und Frittieren sollte das spezielle HOLL Rapsöl verwendet werden.

Da verarbeitetes und erhitztes Öl und Fett keinen gesundheitlichen Nutzen bringt sollte unbedingt auf eine sparsame Verwendung geachtet werden.

Heute lautet die Ernährungsempfehlung nicht mehr möglichst viel mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen, sondern auf das richtige Verhältnis der Fettsäuren zu achten.“

Kalt gepresstes Rapsöl mit seinem idealen Fettsäuremuster kann hier einen wertvollen Beitrag leisten.

Verwendung von Rapsöl

Kaltgepresstes Rapsöl:
 Verwendung in der kalten Küche z.B. für Salatsaucen, Dips, Cocktailsaucen oder auch als Veredelung von Suppen, Gemüse, Beilagen.

Bild von www.raps.ch
Bild von www.raps.ch

Raffiniertes Rapsöl: Erhitzbar bis 160 °C. Verwendung in der kalten Küche, zum Dünsten von Fisch, Fleisch oder Gemüse, aber auch zum Backen geeignet.

bildschirmfoto-2016-09-14-um-11-08-34
Bild von www.raps.ch

HOLL-Rapsöl: Erhitzbar bis 220 °C. Verwendung: ideales Öl zum heiss Anbraten und Frittieren. Geschmacksneutral.

Bild von www.raps.ch
Bild von www.raps.ch

Generell gilt auch bei der Verwendung von Rapsöl:

                                   „Fettbewusst statt fettarm“